


Unter dem Titel Moment Mal! Aktion für eine offene Gesellschaft hat sich 2018 - unter der Trägerschaft der Martin-Niemöller-Stiftung - ein Freundes- und Bekanntenkreis aus unterschiedlichsten Spektren der Wiesbadener Stadtgesellschaft zusammengefunden. Uns eint, dass wir die Mobilisierung der AfD und der mit ihr verwobenen extrem rechten, fremdenfeindlichen oder verschwörungstheoretischen Gruppen und Bewegungen als ernstzunehmende Bedrohung der Demokratie wahrnehmen.
Wir sind davon überzeugt, dass die Antworten auf die drängenden Fragen unserer Gesellschaft nur in kooperativen demokratischen Prozessen entwickelt werden können, auf der Basis von allgemeinen Menschenrechten, fairen inklusiven Institutionen und Respekt für die Vielgestaltigkeit des Lebens. Die offene Gesellschaft ist hierfür die Geschäftsgrundlage.
Unser Anliegen ist die Verteidigung der offenen Gesellschaft gegen die Angriffe der völkisch-nationalistischen Bewegung, deren parlamentarischen Arm mittlerweile die AfD bildet.
Unsere Aktionsform sind Veranstaltungen. Unsere Veranstaltungen stehen für die Stärken der offenen Gesellschaft. Wir überlassen AfD und „Neuer“ extremer Rechte weder die öffentlichen Räumen und noch den öffentlichen Diskurs.
Denn menschenfeindliche Äußerungen dürfen nicht unbeantwortet bleiben, sie sind ernst zu nehmen und mit Nachdruck zurückzuweisen. Rassistische und antisemitische Grenzverletzungen müssen Konsequenzen haben. Erst hetzen und dann die verfolgte Unschuld spielen – es gilt, dem Wolf AfD den Schafspelz zu entreißen. (Besonders wirkungsvoll hat das der Präsident der Eintracht Frankfurt Peter Fischer getan.) Menschenfeindliche Parteien und Gruppierungen können sich in einer Demokratie zur Wahl stellen – aber sie müssen damit leben, dass sie nicht an jeden Tisch gebeten werden, sondern auf heftigen Gegenwind treffen. Wir sind solidarisch mit jeder Aktion der Zivilgesellschaft, von Organisationen, Verbänden oder Parteien, die sich dem von neuer extremer Rechten und AfD ausgerufenem „Kulturkampf“ entgegenstellt.